Der
Ratgeber für Brennholz und Kaminfeuer
Tipps, Tricks und News

Viel Holz vor
der Hütte: Das hier muss noch gespalten werden. Foto: www.kaminholzratgeber.de
Heizen
mit Holz ist in Mode gekommen - spätestens, seitdem
die Preise für fossile Brennstoff (mal wieder) in die Höhe
geschnellt sind, hat sich so mancher Haus- oder Wohnungsbesitzer
an den noch ungenutzten Kaminzug erinnert.
Ein
Raummeter Holz bringt immerhin 2100 Kilowattstunden Heizwert, das
entspricht ungefähr 200 Litern Heizöl. So eine der gängigen
Rechnungen. Im Klartext: Gegenüber Öl und Gas kann man
ordentlich sparen, grob und realistisch trotz angezogener
Holzpreise immerhin ein Drittel. Das ist doch schon was.
Und
Holz erzeugt ein tolle wohlige Wärme - durch die Hitze, die
der Kamin abgibt und die (Infrarot-)Strahlung, die vorne heraus
kommt. Und, alte Bauernregel: Holz wärmt mindestens
drei Mal. Warum das so ist, verrät der Kaminholzratgeber.
Schon
mal gehört? Ster, Schüttraummeter, Einschlag? Oder Fallkerb?
Ein
Ofen ist schnell aufgebaut. Doch das Feuern mit Holz ist vielen
Großstadtmenschen fremd. Der Kaminholzratgeber
will den Weg durch den Dschungel von Raummeter, Ster, Selbstwerbung,
Einschlag zeigen. Auf diesen Seiten erfahren Sie alles Wissenswerte
rund ums Kaminholz. Geplant sind in 2008 auch Kurse für
den Brennholzführerschein.
Es gibt auf diesen Seiten Informationen, angefangen von den verschiedenen
Holzsorten über den Umgang mit Säge (Brennholzführerschein)
und Spaltaxt bis hin zum richtigen Lagern und zum Verbrennen im
Ofen. Viel Spaß beim Stöbern!

Macht richtig
Spaß: der gekonnte Umgang mit der Kettensäge.
Foto:
www.kaminholzratgeber.de
Und
daheim ein Feuer

Wohlige und
gesunde Wärme durch ein Holzfeuer.
Foto:
www.kaminholzratgeber.de
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28.
Juni: Bundestag lockert das Schornsteinfeger-Monopol -
Kritik an halbherziger Umsetzung
Berlin
(SP) Das Kehrmonopol für die etwa 20 000 deutschen
Schornsteinfeger aus dem Jahr 1935 wird auf Druck der EU-Kommission
gelockert. Sie hatten bisher keine Konkurrenz. Die SPD/CDU-Koalition
wagt es aber nicht, dem Berufsstand auf einen Streich alle Privilegien
zu nehmen. Die Kritiker sprechen von einer "Mogelpackung",
die Verbraucher durch steigende Gebühren und unsinnige Doppelprüfungen
Millionen koste.
Die Neuerungen: Jeder freiwerdende Kehrbezirk wird ab 2010 alle
sieben Jahre neu vergeben. Amtierende Bezirksschornsteinfeger genießen
aber bis 2014 Bestandsschutz. Jeder Haus- und Wohnungseigentümer
kann selbst bestimmen, welcher "Schorni" Ofen oder Kamin
reinigt.
Hausbesitzer und Verbraucherschützer sind besonders sauer,
dass die Koalition die Praxis der doppelten Messungen
nicht unterbunden hat. So prüft ein Fachbetrieb beim Einbau
eines neuen Kessels oder einer Gastherme, ob das Gerät einwandfrei
arbeitet und nicht zu viele Abgase durch den Schornstein pustet.
Dann wiederholt der Schornsteinfeger bei seiner Routinekontrolle
alles.
Heftig kritisiert werden auch die Prüfintervalle. Laut Gesetz
findet die "Feuerstättenschau" in Zukunft alle dreieinhalb
Jahre statt - und nicht mehr erst nach fünf Jahren. "Das
Geld der Verbraucher wird buchstäblich durch den Schornstein
geblasen", schimpft FDP-Mittelstandsexperte Paul Friedhoff.
Nach Ansicht der Immobilienbranche verpasst die Regierung die Chance,
das Schornsteinfegerwesen komplett zu entrümpeln.
Der Zentralverband der Deutschen Schornsteinfeger gibt sich unschuldig:
Jeder Handwerker könne bei entsprechender Qualifikation Fegerdienste
anbieten und sich um einen Kehrbezirk bewerben. Auch müssten
Heizungs- und Sanitärhandwerker nicht fürchten, dass man
mssenhaft in andere Gewerke einbreche.
Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sagte, dass ein Schornsteinfeger
auch "hoheitliche Aufgaben" erfülle. In dem vom Bundeskabinett
beschlossenen „Klimapaket II“ sollen Schornsteinfeger
Hauseigentümer künftig auch bei der Einhaltung von Energiestandards
überwachen.
Schon seit einigen Jahren verpflichtet die Energieeinsparverordnung
(Enev) Eigentümer, alte Heizkessel auszutauschen und Rohre
und Geschossdecken zu dämmen. Bei Neubauten und bei größeren
Umbauten müssen die Bauherren energiesparende Technik verwenden.
Häuser, die vom Eigentümer selbst genutzt werden und nicht
mehr als zwei Wohnungen haben, sind davon ausgenommen. Bislang wurde
die Einhaltung der Vorschriften jedoch offenbar kaum kontrolliert.
Der Schornsteinfeger soll bei seinen Hausbesuchen aber künftig
überwachen, ob die strengen Vorschriften beim Energiesparen
eingehalten werden: Sieht er marode Heizungen, schlecht gedämmte
Wände und trifft auf sture Eigentümer, kann er Druck machen
und den Klimasünder im ärgsten Fall bei den Behörden
"anschwärzen". Es drohen Bußgelder bis 50 000
Euro.
Umweltminister Gabriel (SPD) bemängelte bei der Vorstellung
des Klimapakets II ein „massives Vollzugsdefizit“.
Auf
Internetseiten wie www.schornsteinfegerfrei.de und www.kontra-schornsteinfeger.de
lassen Bürger ihrem Ärger freien Lauf. Im Kern richtet
sich die Kritik gegen das 1935 von den Nationalsozialisten eingeführte
„Kehrmonopol“. Das Gesetz über das Schornsteinfegerwesen
teilt Deutschland in rund 8000 Kehrbezirke ein. Ein Dorn im Auge
sind vielen Bürgern nicht nur die exklusiven Kontrollbefugnisse,
sondern auch die faktische Unkündbarkeit in der Branche. Nach
Lehre, Gesellenzeit und Meisterausbildung bekommen Schornsteinfeger
ihren Kehrbezirk nach zwölf bis 15 Jahren Wartezeit bis zum
Rentenalter zugeteilt. Konkurrenz müssen sie dann nicht mehr
fürchten. Und da die Hauseigentümer verpflichtet sind,
auch moderne Heizungen und Schornsteine gegen Gebühren in regelmäßigen
Abständen überprüfen zu lassen, können Bezirksschornsteinfeger
mit einem Einkommen von rund 40.000 Euro brutto im Jahr rechnen
- bislang jedenfalls.
Bürger
befürchten nun steigende Gebühren wegen de bürokratischen
Mehraufwandes. Auch der Nationale Normenkontrollrat, den die große
Koalition vor zwei Jahren für den Bürokratieabbau eingesetzt
hat, kritisiert in seiner Stellungnahme, die Neuregelung führe
zu „bürokratischen Mehrbelastungen“. Der Rat plädiert
dafür, sich bei der Kontrolle von Heizanlagen auf Stichproben
zu beschränken und bedauert, dass dies dem Wirtschaftsministerium
nicht genüge.
Fazit:
Die deutschen "Schornis" haben es dank aktiver
Lobby-Arbeit bei den Abgeordneten geschafft, ihr Monopol weitestgehend
zu erhalten.
18.
Juni 2008: Energie sparen und die Nutzung
erneuerbarer Energien wird weiterhin unterstützt
Berlin
Der ursprünglich bis zum 30. Juni 2008
befristete Bonus für den Heizkesseltausch bleibt nicht nur
bis 31.
Dezember 2009 erhalten, sondern wird nach Angaben des
Bundesumweltministeriums sogar erweitert. Er wird gewährt,
wenn im
Zuge der Neuinstallation einer Solarwärmeanlage ein konventioneller
Heizkessel durch ein Brennwertgerät ersetzt wird.
Dieser auch als "Klima-Prämie" bezeichnete Zuschuss
im Rahmen des
"Marktanreizprogramms zur Förderung von Maßnahmen
zur Nutzung
erneuerbarer Energien im Wärmemarkt" (MAP) beträgt
750 Euro, wenn das
Brennwertgerät gemeinsam mit einer Solaranlage zur
Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung installiert wird.
Dient
die Solaranlage nur der Warmwasserbereitung, gibt der Staat künftig
375 Euro für das neue Brennwertgerät dazu. Bislang gingen
Heizungsmodernisierer bei dieser kleineren Solarvariante leer aus.
Zusammen mit der Solarförderung (je Quadratmeter Kollektorfläche
bis zu 105 Euro, mindestens aber 410 Euro) und der steuerlichen
Geltendmachung der handwerklichen Lohnkosten (Maximalerstattung
600
Euro) beteiligt sich der Staat zu fast einem Fünftel an der
Investitionssumme für eine sparsame Öl-Brennwertheizung
mit einer
zwölf Quadratmeter großen Solaranlage.
Damit sind die Fördermöglichkeiten aber noch nicht ausgeschöpft.
Denn auch für energiesparende Heizungskomponenten sind
"Klima-Prämien" vorgesehen. Werden besonders effiziente
Solarpumpen
eingebaut, zahlt der Staat je Pumpe 50 Euro Zuschuss. Und eine
verbrauchsarme Umwälzpumpe mit dem Energielabel der Klasse
A wird mit
200 Euro gefördert. Voraussetzung: Ein hydraulischer Abgleich
der
Heizungsanlage muss durchgeführt und vom Fachhandwerker bestätigt
werden.
Oftmals können weitere Fördermittel von Bundesländern
oder
Kommunen den staatlichen Finanzierungsbeitrag noch weiter erhöhen.
Und nach wie vor kann die Anschaffung der Öl-Brennwertheizung
mit
Solarthermie über zinsgünstige Darlehen der bundeseigenen
KfW-Förderbank finanziert werden.
Alle für ein konkretes Modernisierungsprojekt in Frage kommenden
Förderprogramme listet die Fördermittelabfrage des Instituts
für
wirtschaftliche Oelheizung (IWO) unter www.oelheizung.info auf.
Details zur "Klima-Prämie" für Solarwärme
und Brennwertkessel unter:
www.bafa.de. (ots)
April
2008: Aufgepasst beim Kauf von Solaranlagen -
Kalk sorgt für hohe Wartungskosten
Köln
(JoPr) Hersteller und Installateure von Solaranlagen verschweigen
den
Kunden häufig mögliche Probleme oder gar Mängel der
eingebauten
Anlagen. Das berichtete das WDR Wirtschaftsmagazin markt (Montag,
21.04.2008, 21 Uhr). So können in Gebieten mit hartem Wasser
die
Wärmetauscher in vielen Solaranlagen verkalken. Die Folge sind
hohe
Wartungskosten, die die Anlage unwirtschaftlich machen können.
Doch
weder Hersteller noch Installateure weisen die Kunden nach Recherchen
von "markt" auf dieses Problem hin. Dadurch steigen schlimmstenfalls
sogar am Ende die Öl- oder Gasrechnungen für den Heizkessel,
da
dieser durch das Kalkproblem sogar mehr Energie verbraucht.
Nach Einschätzung des staatlich vereidigten Sachverständigen
Christian Keilholz hat die Branche derzeit ein generelles
Qualitätsproblem. Eine gut konstruierte Solaranlage könne
wirklich
die Heizkosten spürbar senken. "Aber viele Solarmonteure
sind nicht
in der Lage, die passende Solaranlage für den individuellen
Zweck
zusammenzustellen und zu montieren." Wenn es später zu
Problemen
komme, versuchten sie häufig, den Mangel wegzudiskutieren oder
durch
Einstellungsveränderungen zu vertuschen.
In einem von "markt" geschilderten Fall hatte ein Verbraucher
die
Solaranlage eines Marktführers einbauen lassen, war jedoch
weder vom
Hersteller noch vom Installateur darauf aufmerksam gemacht worden,
dass bei seinem sehr harten Trinkwasser die Anlage schnell verkalken
kann. Nun hat er Entkalkungskosten von 600 bis 800 Euro pro Jahr
-
doch weder Hersteller noch Installateur sehen sich in der Lage,
dem
Mann zu helfen. (ots)
Februar
2008: 375 Euro Spenden bei Sägeaktion
Ratingen-Homberg/NRW
(JoPr) Beim "Kettensägenmassaker" auf Gut
Artzberg sind insgesamt 375 Euro für den Deutschen Kinderschutzbund
zusammengekommen. Kaminbesitzer konnten sich mit Kettensägen
und Äxten über Bäume hermachen, die der Orkan "Kyrill"
vor einem Jahr gefällt hat und seitdem den Hof blockierten.
Die Bäume waren zuvor aus den Wäldern gerückt worden.
Der Kaminholzratgeber hatte die Aktion gemeinsam mit dem Landwirt
in Ratingen organisiert.
Von den Holzstapeln ist der Großteil weg. Die Aktion verlief
ohne Verletzungen - eine gute Ausbildung und Erfahrung machen sich
eben bemerkbar. Die Teilnahmebedingungen sahen komplette Schutzausrüstung
(PSA) und "Brennholzführerschein" vor.
Das Sägemehl, das schubkarrenweise angefallen ist, wird übrigens
nach Holland verkauft, gemeinsam mit Häckselmaterial. Ein Hühnerzüchter
schiebt es seinen Viechern unter - fürs Geschäftchen.
Sind die Sägespäne "gesättigt", kommt alles
wieder zurück nach Homberg, um als Dünger die Felder zu
beleben.
Eine
weitere Aktion ist nicht ausgeschlossen. Infos auf diesen Seiten
und im RSS-Newsfeed: http://www.kaminholzratgeber.de/news.xml
(Sie benötigen dazu einen Feedreader.)
Februar
2008: Feinstaub-Emissionen sinken -
Kamin- und Kachelöfen heizen immer sauberer
Frankfurt am Main (ots) - Die Feinstaub-Emissionen
häuslicher
Feuerstätten für feste Brennstoffe - dazu zählen
Kamin- und
Kachelöfen ebenso wie Heizkamineinsätze mit geschlossenem
Feuerraum -
nehmen weiter ab. Dank moderner Verbrennungstechniken erzeugen
fabrikneue Öfen heute zwei Drittel weniger Emissionen als Geräte,
die
vor 20 oder 30 Jahren gebaut worden sind. Darauf macht der HKI
Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik aufmerksam.
Wer die Anschaffung eines neuen Gerätes plant, sollte beim
Kauf
nach den Emissionswerten fragen und auf eventuelle Zertifikate wie
das DIN-Plus-Zeichen und die Erfüllung kommunaler Anforderungen
achten. Außerdem wird vom HKI derzeit eine Online-Datenbank
aufgebaut, auf der sich Verbraucher, Schornsteinfeger und Behörden
im
Internet unter www.hki-online.de
über die einzelnen Gerätetypen und
deren Messergebnisse informieren können. Diese werden von
unabhängigen Prüfstellen ermittelt, bevor ein Gerät
neu auf den Markt
kommt.
Klimaneutrale Verbrennung: Holz erzeugt keine zusätzlichen
Treibhausgase
Moderne Geräte sind so konstruiert, dass - dank einer optimalen
Luftzufuhr - das Holz gleichmäßig verbrennt, wodurch
die Emissionen
stark zurückgehen. Hier hat die Verbrennungstechnik in den
letzten
Jahren große Fortschritte erzielt. Hinzu kommt, dass die Verbrennung
von Holz keine zusätzlichen Treibhausgase produziert. Da nur
soviel
Kohlendioxid freigesetzt wird wie der Baum während seines Wachstums
zuvor aufgenommen hat und bei seiner natürlichen Zersetzung
im Wald
ohnehin wieder abgeben würde, gilt diese Form des Heizens somit
zu
Recht als klimaneutral.
Auf diese Weise tragen moderne Feuerstätten, die mit Holz
betrieben werden, maßgeblich zur CO2-Entlastung bei. Allein
im
letzten Winter wurden von Privathaushalten 13,1 Millionen Tonnen
Brennholz verfeuert. Dadurch konnte eine entsprechende Menge fossiler
Brennstoffe eingespart werden, was zu einer Reduzierung von
schätzungsweise zwölf Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen
geführt hat. Auch für den Nachschub ist gesorgt: Mit 3,4
Milliarden
Kubikmetern verfügt Deutschland über die größten
Holzvorräte Europas.
Und dank einer nachhaltigen Forstwirtschaft wächst jedes Jahr
mehr
Holz nach als verbraucht wird.
Januar
2008: Kurse für den Brennholzführerschein
In
Kürze werden für Privatpersonen in Ratingen (Nordrhein-Westfalen)
eintägige Kurse für den Brennholzführerschein
(nur Kurs A, Arbeiten am Liegendholz) angeboten. Der Brennholz-
oder auch Motorsägenschein wird benötigt, um in staatlichen
und privaten Wäldern als Selbstwerber Brennholz sägen
zu dürfen.
Näheres bald auf diesen Seiten.
November
2007: Bundesregierung plant Grenzwerte
für bestehende und neue Holzöfen
Mit der Novelle der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen
– 1. BImSchV –
verfolgt das Bundesumweltministerium das Ziel, die Vorteile der
regenerativen Energie zu nutzen und gleichzeitig die Luftbelastung
durch Feinstaub zu reduzieren.
Der
vorliegende Entwurf, der bereits Anfang 2008 in Kraft treten könnte,
sieht erstmals Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid vor,
die für Heizungsanlagen im Betrieb und für Einzelraumfeuerungsanlagen
wie Kaminöfen oder Kachelofeneinsätze auf dem Prüfstand
eingehalten werden müssen. Die novellierte Verordnung soll
für alle Anlagen ab 4 Kilowatt gelten. "Diese Grenzwerte
werden von modernen Pelletheizungen und Einzelraumfeuerungsanlagen
ohne Staubfilter erreicht", so das Bundesumweltministerium.
Ein typischer Kaminofen, der die Grenzwerte einhält,
koste rund 500 bis 700 Euro. Der Grund: In neuen Anlagen lasse sich
Holz – richtig geschichtet – effektiver verbrennen,
so dass für die gleiche Wärme weniger Brennstoff benötigt
werde.
Auch
für bestehende Anlagen sollen bestimmte Grenzwerte festgelegt
werden. Sofern für diese Anlagen eine Herstellerbescheinigung
oder durch Vor-Ort-Messung die Einhaltung der Grenzwerte nachgewiesen
werden kann, ist ein zeitlich unbegrenzter Betrieb möglich.
Erst wenn dies nicht möglich ist, bedürfen die Einzelraumfeuerungsanlagen
einer Nachrüstung oder müssen gegen eine emissionsarme
Anlage im Rahmen eines langfristig angelegten Sanierungsprogramms
in den Jahren 2014 bis 2024 ausgetauscht werden. Den Betreibern
wird also genügend Zeit für die individuelle Planung eingeräumt.
Denn wenn eine Nachrüstung oder ein Austausch ansteht, sind
die Anlagen im Schnitt 30 Jahre alt. Private Kochherde, Backöfen,
Badeöfen, offene Kamine sowie Öfen, die vor 1950 errichtet
wurden, werden gänzlich vom Sanierungsprogramm ausgenommen.
Der
Entwurf zur Novelle soll im Anfang 2008 dem Kabinett zugeleitet
werden. Anschließend sieht das Verfahren die Beteiligung des
Bundestages und des Bundesrates vor.
Die
geplante Zeittafel
Bestehende
Einzelraumfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe, die die Grenzwerte
der Stufe 1 nicht einhalten, sollen nachgerüstet oder außer
Betrieb genommen werden. Die Pflicht, diese Grenzwerte einzuhalten,
trifft die alten Feuerungsanlagen schrittweise. Hier soll es einen
langfristigen Zeitplan zur Außerbetriebnahme beziehungsweise
zur Nachrüstung dieser Anlagen geben.
Zeitpunkt
der Typenprüfung
(lt. Typenschild) |
Zeitpunkt
der Nachrüstung bzw.
Außerbetriebnahme |
| Vor
dem 01.01.1975 oder Jahr der Typenprüfung nicht mehr feststellbar |
31.12.2014 |
| 01.01.1975
- 31.12.1984 |
31.12.2017 |
| 01.01.1985
– 31.12.1994 |
31.12.2020 |
| 01.01.1995
bis zum Inkrafttreten der Verordnung |
31.12.2024 |
Alle
Infos beim Bundesumweltministerium, mehr
Robert Eber
auf dem Springboard.
August
2008: Robert Ebner ist
bester Sportholzfäller Deutschlands
Marburg
(SP) Neuer Deutscher Meister der STIHL® TIMBERSPORTS®
SERIES ist Robert
Ebner. Vor 6.000 Zuschauern verwies der 23-Jährige aus Ottelmannshausen
in
der Rhön den Titelverteidiger Dirk Braun aus Winterberg auf
den zweiten Platz.
Den dritten Rang beim Wettkampf der besten deutschen Sportholzfäller
im
Marburger Georg-Gaßmann-Stadion sicherte sich Wolfgang Kraus
aus
Regenstauff.
Nach der ersten Hälfte des Wettbewerbs sah alles nach einem
deutlichen Sieg von
Robert Ebner aus. Der Bayer gewann die Disziplinen Springboard,
STIHL Stock Saw
und Standing Block Chop und schaffte damit einen optimalen Start
in den Wettkampf.
In den nächsten beiden Disziplinen zeigte dann der Titelverteidiger
Dirk Braun sein
Können. Bei der Single Buck und dem Underhand Chop spielte
der Winterberger
seine ganze Erfahrung aus und konnte den Abstand auf den in Führung
liegenden
Ebner verkürzen.
Wie schon bei der Deutschen Meisterschaft im vergangenen Jahr brachte
die letzte
Disziplin die Entscheidung zwischen den beiden Athleten. Im Vorjahr
hatte sich Dirk
Braun noch an dem in Führung liegenden Robert Ebner vorbei
schieben können.
Dieses Mal trat der Titelverteidiger zuerst an. Doch dem dreimaligen
Deutschen
Meister passierte das Schlimmstmögliche. Er schaffte es erst
nach mehreren
Versuchen, die 62 PS starke Hot Saw anzuwerfen. „Ich habe
beim Zug am Startseil
nicht genug Kraft aufgebracht“, so Brauns Erklärung.
Somit war der Weg für Robert
Ebner auf das oberste Siegertreppchen frei. Er beendete seinen Wettkampf
mit einer
weiteren Bestzeit und siegte somit am Ende doch deutlich vor seinem
Konkurrenten.
Dirk Braun zeigte sich als fairer Verlierer: „Heute hat der
Bessere gewonnen.“ Der
Winterberger setzt den Fokus nun auf die Verteidigung seines Europameister-Titels.
Auf die Europameisterschaft in Österreich Anfang September
freut sich auch der
neue Deutsche Meister Robert Ebner. „Ich kann es nicht glauben.
Für mich wird ein
Traum war. Dass ich Deutschland bei der EM vertreten darf, ist eine
große Ehre für
mich“, so Ebner. Komplettiert wird die deutsche EM-Mannschaft
durch Wolfgang
Kraus, den deutschen Rekordmeister Werner Brohammer sowie den Ersatzmann
Ralf
Dengler. Als amtierender Deutscher Meister wird Robert Ebner Ende
September auch
bei der Weltmeisterschaft im irischen Kilkenny für Deutschland
an den Start gehen.
Deutsche Nachwuchsmeisterschaft und Staffelwettbewerb
Die bereits am Morgen ausgetragene offene Nachwuchsmeisterschaft
konnte der erst
siebzehnjährige Österreicher Patrick Poiss für sich
entscheiden. Zweiter wurde der
Deutsche Michael Hoffmann vor seinem Landsmann Thomas Voss. Den
abendlichen
Staffelwettbewerb gewann das Team rund um den neuen Deutschen Meister
Robert
Ebner. Dieser zeigte gemeinsam mit Stefan Stark, Karlheinz Dengler
und Matthias
Weiner nochmals eine starke Leistung.
